Die wenigsten wissen heute noch, wie früher gemessen und gewogen  wurde Jeder Landwirt hatte seine Waage mit den vielen verschiedenen Gewichten, um die Korn- oder Kartoffelsäcke abzuwiegen. Immer wieder musste man diese Gewichte eichen lassen, heißt, von einer staatlichen Stelle – dem Eichamt - kontrollieren lassen, ob alles dem Recht und der Ordnung entsprach. Bei Gerdes gab es eine große Waage, mit der die Kohlen abgewogen wurden,  in jedem Lebensmittelladen standen andere Wiegegeräte. Hinzu kamen für die Schneider und sonstige Berufe die Längenmaße. Strecken abzumessen, war eine Sache für sich. In meiner Familie erzählt man, dass mein Opa sich ein Band mit einem Meter Länge  an den Fußgelenken befestigte und so eine Strecke abschritt. Er kam ziemlich genau auf  die Länge von 2,5 km. Umständlich, aber es ging. Es war eben ein sehr eigenes Schrittmaß.

Wer sich über die alten Möglichkeiten des Wiegens und Messens informieren möchte, für den gibt es ab Sonntag eine interessante Informationsquelle. Um 15 Uhr eröffnet der Heimatverein die von Heinz Möllerwessel. Magdalene und Hermann Münning, Dieter Rose, und Anton Schulte-Sutrum  vorbereitete Ausstellung „Messen und Wiegen“.

Zur Eröffnung gibt es natürlich Kaffee und Kuchen. Der Heimatverein würde sich über einen regen Besuch sehr freuen.