Wer von den fast 30 Teilnehmern des Abendradtour des Heimatvereins Wettringen das einige Jahrhunderte alte im Verfall befindliche Haus Karthaus-Eilering in Ohne schon lange nicht mehr gesehen hatte, der wunderte sich gewaltig. Lange schon war im Gespräch, der Heimatverein Ohne wolle es wieder restaurieren, aber: Dass das gelingen könne, glaubten viele nicht. Es gelang, das Hofgebäude steht wieder tadellos. Empfangen wurden die Wettringer Heimatfreunde von einigen Vertretern des Heimatvereins Ohne, Kirchspiel und Umgebung. Unter ihnen die langjährige Vorsitzende Maria Koers und der Vorsitzende Gerd Nibbrig. Sie hießen die Wettringer herzlich willkommen und nach einem kleinen Umtrunk übernahm Maria Koers die Führung. Nicht der Ohner Heimatverein führe die die Restaurierung durch, sondern die Ems-Vechte-Stiftung. Leonhard Karthaus-Eilering habe ihr das Haus nebst Scheune und Grundstück übereignet. Dadurch sei die Förderung der Restaurierungsmaßnahmen   über  Dorferneuerung, den Landkreis, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz u.a. zu „höchsten Fördersätzen“ ermöglicht worden. Das Hofgebäude Karthaus-Eilering sei das Gegenstück zum  Haus Ahlers vom Hof Ahlers „auf der anderen Seite der Vechte“, das die Gemeinde Wettringen ins Dorf umgesetzt habe. Beide Höfe und Gebäude seien in etwa gleichaltrig. Wer von den Heimatfreunden hinsah, stellte fest, dass das vom Bautyp – Zweiständerhaus – stimmte, dass das Gebäude Karthaus-Eilering jedoch wesentlich größer und komfortabler- nach damaligen Maßstäben - ist. Ein Gebäude auf einem größeren Hof. Zwischen den Höfen habe vor langer Zeit, so Maria Koers, auch eine verwandtschaftliche Verbindung bestanden.  „1779 heiratete ein Sohn Karthaus auf den Hof Ahlers ein.“ Der Wirtschaftsteil des Ohner Haupthauses sei ca. 1660 errichtet worden, der Wohnteil ca. 1750-1780. Aufmerksam geworden auf das denkmalgescützte Haus Karthaaus/Eilering sei der Heimatverein Ohne zum Tag des Offenen Denkmals 2013. Seit dieser Zeit habe man sich kontinuierlich um den Erhalt und dir Restaurierung gekümmert. Das Ziel sei es, die „denkmalgeschützten Gebäude zu erhalten und einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen.“ Besonderes Augenmerk lege man auf den Erhalt des Fachwerkes, des Dachträgerwerkes, der Sandsteinböden und der Innenausstattung.“ Eine nicht immer leichte Aufgabe Beispielsweise sei, um ein Fundament einziehen zu können., der vordere Teil hydraulisch angehoben worden, „um von dem Alten nichts zu zerstören. Erhalten möchte man, sagte Marie Koers, „so viel Altes wie möglich“, denke aber auch daran, die Innenausstattung „vorsichtig mit Neuerungen zu versehen, so dass eine vernünftige Nutzung“ stattfinden könne. Die alten Sandsteinplatten seien wiederverwendet worden, im Küchenbereich seien sie liegen geblieben. Der Wohnteil des Hauses solle „mit einer kaum sichtbaren aber effektiven Heizung denkmalgerecht ausgestattet werden“, und es solle „eine Küche eingebaut werden“. Vorgesehen seien jedoch keine „Kaffee- und Kuchen-Veranstaltungen“, wohl aber Ausstellungsräume, Sitzungsräume“. Die Diele werde „nur museal beheizt für bessondere Veranstaltungen und Ausstellungen.“ Die im Haus noch vorgefundene alte Toilette werde erhalten, aber „im gleichen Raum eine neue installiert“. Ursprünglich seien weitere Toiletten zunächst in der Scheune geplant gewesen. Sie werden „jetzt aber separat, auch in einem alten Gebäude, errichtet werden.“ So könne die Scheune „für Arbeits- und Gestaltungsräume, Werkstätten, Arbeitskreise zusätzlich genutzt werden.“  Maria Koers galt großer Beifall für die ausführlichen Informationen.