Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder,
und der Herbst beginnt. Rote Blätter fallen,
graue Nebel wallen, kühler weht der Wind.

So ganz stimmt der Text dieses von dem Schweizer Dichter Johann Gaudenz von Salis-Seewin 1782 geschriebenen Herbstliedes heute nicht mehr. In den Jahrhunderten hat sich einiges verändert. Die meisten Stoppelfelder sind entweder schwarz, da gerade gepflügt, oder grün, da die neu eingebrachte Saat bereits wieder sprießt.

Aber die bunten Blätter der Bäume verzaubern noch nach wie vor die Wege, den Wald und die Hofflächen, auch die des Heimathauses Wettringen. Das erlebten die Fuß- und Radwanderer, die am Sonntag der Einladung des Heimatvereins Wettringen folgten. Allzu groß war die Beteiligung aus dem „Hiärtken van de  Welt“  nicht, und wären die Radwanderer aus Ohne, dem „Middelpunkt van de Wiält“, nicht in beachtlicher Zahl gekommen, dann wäre ein Ministart erfolgt, wenn überhaupt. 

So aber machte sich eine muntere Schar, voran Franz Stegemann und zum sichernden Abschluss Dieter Rose, auf den Weg. Alle bestens gelaunt und erwartungsfroh. Die Erwartungen wurden mit Sicherheit erfüllt. Die Radtour „durch das Aa-Tal und das Strönfeld war sehr interessant und informativ“, so Gerd Nibbrig, Vorsitzender des Heimatvereins Ohne und Umgebung. Manchmal wurde das Rad zur Seite gestellt und per Pedes lernten die Ohner „Ecken von Wettringen, Maxhafen, Tie-Esch kennen“, so Gerd Nibbrig, „die viele Ohner nicht kannten.“

Ein besonderes Lob galt „der gut bestückten Kaffeetafel im Heimathaus zum Abschluss der Tour“, die die Freundschaft der beiden Vereine sicherlich gestärkt hat.