Ein Aufatmen gab es beim Wettringer Heimatverein, als sich beim Herstellen der traditionellen Torsten für die Fronleichnamsprozession ein deutlich größeres Interesse als in den Vorjahren bei den Kommunionkindern und ihren Eltern zeigte. Im Schafstall beim Heimathaus ging es am Mittwoch vor dem Feiertag recht trubelig zu, als die traditionell gekleideten Experten vom Heimatverein in ihrer tradierten Landarbeiterkleidung ans Werk gingen, um ein halbes Dutzend der bunten Blumenstöcke herzustellen. Ihnen zur Seite stand ein rundes Dutzend Kommunionkinder, die beim Anreichen von Buchsbaumzweigen, bunten Blumen und Schilfblättern mithelfen konnten. Der Wettringer Brauch, eine Fronleichnamsprozession durch Torsten und ihre jugendlichen Träger zu bereichern, hat Alleinstellungswert. Es gibt keinen anderen Ort, wo man Ähnliches kennt und die Ursprünge für die Sitte liegen im Ungewissen. So fanden sich neben den Eltern der Kinder auch eine Reihe von Zuschauern ein, die das schrittweise Entstehen der Torsten neugierig verfolgten. Nach Fertigstellung der Blumenstöcke wurden diese zunächst in eigens hergestellte Stellagen montiert, die am Folgetag beim Startpunkt der Prozession am Tie-Esch augenfällig arrangiert wurden. Mit Beginn des Umzuges reihten sich die jungen Träger und Trägerinnen dann freudig in die Prozession ein.