Ein bisschen Nieselregen, frische zehn Grad – und trotzdem jede Menge gute Stimmung: Die erste Radtour des Heimatvereins Wettringen aus der Reihe „Fahrt ins Blaue“ ließ sich vom eher ungemütlichen Startwetter nicht ausbremsen. Pünktlich um 14 Uhr schwang sich die Gruppe am vergangenen Dienstag am Heimathaus in die Sättel – bestens gelaunt und wetterfest eingepackt.
Organisiert und geplant von den Vorstandsmitgliedern Martin Niehues und Heinz Hewing, stand die Tour in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen. Erstmals war eine Anmeldung erforderlich, denn aus Gründen der Verkehrssicherheit wurde die Teilnehmerzahl auf 45 Personen begrenzt. In der Vergangenheit waren mitunter deutlich mehr als 70 Radler unterwegs – diesmal blieb es also etwas überschaubarer, was der entspannten Atmosphäre aber keineswegs schadete.
Die Route führte in nordwestlicher Richtung von Wettringen über gut ausgebaute Radwege und ruhige Wirtschaftsstraßen. Schon bald ging es vorbei an frischem Frühlingsgrün in Richtung Welbergen und weiter durch die Ochtruper Ortsteile Mohringhook, Oster und Brechte. Spätestens bei der ersten Rast an einem idyllischen kleinen See zeigte sich: Das Münsterland hat auch bei grauem Himmel seinen ganz eigenen Charme.
Weiter führte die Strecke durch das Rüenberger Venn bis nach Gronau. Am Dreiländersee wartete dann die wohlverdiente Pause – mit Kaffee und Kuchen im Seecafé. Hier trockneten nicht nur Jacken und Schuhe langsam ab, sondern auch die letzten Regentropfen verabschiedeten sich endgültig.
Frisch gestärkt ging es anschließend weiter zur Kaiserstiege, wo die Gruppe einen kurzen Abstecher zur St.-Marien-Kapelle einlegte. Auf dem Rückweg wurde noch ein Halt in Ochtrup an der Villa Winkel eingelegt, bevor es durch den Stadtpark, über Langenhorst und Rothenberge zurück nach Wettringen ging.
Am Ende waren sich alle einig: Trotz durchwachsenen Wetters war es eine rundum gelungene und abwechslungsreiche Tour. Die Teilnehmer zeigten sich entsprechend zufrieden – und für die Organisatoren gab es viel Lob. Oder, wie es ein Teilnehmer augenzwinkernd formulierte: „Wenn schon das Wetter nicht mitspielt, dann wenigstens die Strecke – und die war spitze.“